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Das  Gesundheitsmagazin  im  Bürgerfunk 

 

von und mit
 Ute Lange

Hormone

Hormone sind für mich  ein kleines Wunder!
Ist eine Frau schlecht gelaunt, heißt es gewöhnlich: “Das sind die Hormone”. Beim Sport wird gewarnt: “Bloß keine Hormone.”
Machen Sie schön, schenken Sie Jugendlichkeit, machen Sie evtl. dick, entsteht durch sie Krebs.

Was sind Hormone überhaupt?

Es sind winzige Botenstoffe, die unseren Körper durchwandern und Informationen überbringen. In unserem Körper läuft gar nichts ohne diese Botenstoffe. Sie regulieren alle wichtigen Vorgänge: die Sexualität, die Psyche, den Stoffwechsel, das Wachstum und sogar den Schlaf.
Die Lehre von den Hormonen ist die Endokrinologie, der Facharzt der Endokrinologe.

Produziert unser Körper zuviel Hormone geht es uns schlecht, aber produziert er zu wenig, fühlen wir uns auch nicht wohl. Kleinste Unregelmäßigkeiten in der Hormonproduktion können bei uns erhebliche gesundheitliche Probleme hervorrufen. Gerade wir Frauen stellen häufig in den Wechseljahren fest, wie sehr ein unausgeglichener Hormonhaushalt unser Leben negativ beeinflussen kann und wie wichtig daher diese Botenstoffe sind. Selbst auf   Haut, Haare und Fingernagel haben sie Einfluss.

Ich stelle mir die Hormone wie eine große Familie vor. Der Vater der Familie, bei dem alle Fäden, hier sind es allerdings die Informationen, zusammenlaufen, ist der Hypothalamus, eine bohnengroße Region des Gehirns. Er ist stets über die gesamte Hormonproduktion informiert. Wird von einem Hormon zuviel produziert, gibt er den Befehl zur Drosselung, gelangen aber zu wenig Botenstoffe in Umlauf, wird die Produktion erhöht.

Die Mutter dieser Familie ist die Hypophyse oder Hirnanhangdrüse. Sie unterstützt den Hypothalamus und gibt die Anweisungen an die Familienmitglieder, also die hormonproduzierenden Organe weiter. Die Hypophyse findet man ganz in der Nähe des Hypothalamus im Gehirn.

Selbst produziert die Hypophyse aber auch Hormone wie  zum Beispiel das Prolaktin, ein Stresshormon, dass bei seelischer und körperlicher Anspannung ansteigt.

Eines der vielen Hormonwunder ist das Melatonin. Es ist das einzige Hormon, das in der Zirbeldrüse, die tief im Gehirn liegt gebildet wird. Die Ausschüttung des Melatonins erfolgt im 24-Stunden-Rhythmus, ist aber auch jahreszeitlich bedingt.
Dieses Hormon sorgt für unseren guten Schlaf. Wird es dunkel, erhöht sich die Melatoninproduktion und wird werden müde. Bei den ersten Sonnenstrahlen wird die Produktion gedrosselt und eine vermehrte Ausschüttung des “Weckhormons” ACTH setzt ein. Schlafstörungen könnten also auch mit einem zu niedrigen Melatoninspiegel zusammenhängen.
Übrings, ausreichender Schlaf schont und erhält unsere Hormen. Während wir tief schlafen, herrscht Hochbetrieb in unserem Körper. Zelldefekte werden repariert und was nicht repariert werden kann, wird vernichtet.
Melatonin wirkt ebenfalls auf die Aktivität der Sexualorgane. Ähnlich wie im Tierreich gibt es bei uns Menschen auch ein jahreszeitlich unterschiedliches Verhalten im Liebesleben.
Wer kennt nicht die “Frühlingsgefühle”.

Sind wir mal wieder  total im Stress, haben unsere Hormone ein entscheidendes Wort mitzureden.
Adrenalin, das klassiches Stresshormon, dass in einem der wichtigsten Hormonfabriken, den Nebennieren gebildet wird , kommt ins Spiel. Sind wir ausgeglichen und ruhig, wird dieser Botenstoff nur in geringen Mengen ausgeschüttet. Tritt aber eine Stress-Situation ein, erfolgt eine blitzschnelle Ausschüttung des Adrenalins. Der ganze Körtper wird in Alarmbereitschaft versetzt, die Pulsfrequenz und der Blutdruck steigen. Das Adrenalin ganz allein könnte diesen Kraftaufwand allerdings nicht aufbringen. Auch das Cortisol ist ein Nebennierenhormon, dass in Stress-Situationen den gesamten Organismus in Schwung bringt. Gleichzeitig senkt dieses Hormon aber die Abwehrkräfte, damit sich der Körper ganz der evtl. Gefahr widmen kann. Wir sind dann besonders anfällig für Infekte und Krankheiten.

Der Gegenspieler des Cortisols ist das Serotonin. Es wird auch als das “Gute-Laune-Hormon” bezeichnet und sogt bei uns für Ausgeglichenheit, Zufriedenheit und positive Lebenseinstellung. Serotonin wird der Gruppe der Neurotransmitter, ein Botenstoff genau wie Hormone, zugeordnet.

Es werden viele Mittel angeboten, die unangenehme Hormonstörungen evtl. beseitigen können. Sie sollten allerdings
auf keinen Fall auf´s Geratewohl ein paar Hormone einnehmen.
Lassen Sie vorab evtl. Ihren Hormonstatus bestimmen und 
sprechen Sie mit einem Fachmann.
 

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