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Es gibt auch noch die sog. Weißfleckenkrankheit, was ist das?
Dr. Schwaaf: Bei der Weißfleckenkrankheit handelt es sich um eine Erkrankung im Immunsystem, wo das körpereigen Immunsystem die eigenen Pigmentzellen in der Haut angreift und zerstört. D.h. an der Stelle, wo diese Pigmentzellen von den Lymphozyten angegriffen und sozusagen aufgelöst werden, kann kein Pigment mehr gebildet werden, es entstehen die weißen Flecken, die sog. Weißfleckenkrankheit. Viele Leute sind aus kosmetischen Gründen geneigt, diese Flecken zu behandeln, besonders dann wenn sie im Gesicht und auf den Händen sind und jeder danach fragt; dass ist schon sehr störend. Eine Behandlung ist in manchen Fällen möglich, wenn eine Grunderkrankung zugrunde liegt. Steht damit z.B. eine Schilddrüsenerkrankung im Zusammenhang, dann muss man diese Schilddrüsenerkrankung behandeln und dann geht auch die Vitiligo, die Weißfleckenkrankheit wieder zurück. Man muss also nach weiteren internistischen Erkrankungen suchen um die Vitiligo zu behandeln. Häufig muss man sagen, findet man keine Erkrankung, weil sie vielleicht schon wieder gestoppt ist, aber der Vitiligoprozess trotzdem noch in Gang bleibt.
Ich bin bei meinen Recherchen noch auf die Bezeichnung „Hautanhängsel“ gestoßen, mit denen wohl fast jeder im Laufe seines Lebens mal Bekanntschaft macht. Was ist das?
Dr. Schwaaf: Das Hautanhängsel, was man häufig hat, sind die Fibrome. Das sind Bindegewebswucherungen, die sozusagen die Haut durchstoßen und dann, wie so ein kleines Hautläppchen an der Haut hängen. Vor allen Dingen entstehen sie im Bereich des Halses und im Bereich der Achseln, manchmal auch im Bereich der Leisten. Man kann sie allerdings theoretisch überall am Köper haben. Es scheint so zu sein, dass sie an den Stellen begünstigt werden, wo man vermehrt schwitzt. Leicht zu entfernen, völlig harmlos. Man kann sagen, dass an der Stelle, wo sie entfernt wurden, keine neuen entstehen, aber leider können sie sich in der Nachbarschaft wieder bilden.
Wir haben im Zusammenhang der Altersflecken auch schon von den Alterswarzen gehört. Sie unterschieden sich aber von den normalen Warzen, die oft sehr störend sind und vor allem ganz hässlich aussehen. Aber es gibt auch welche, die sehr schmerzhaft sind.
Dr. Schwaaf: Eine Alterswarze beginnt mit einem Fleck, während eine Viruswarze an den Händen oder an den Füßen nicht mit einem Fleck beginnt, sondern immer als kleine Kugel. Die Viruswarzen sind Infektionen mit entsprechenden Viren, die sich an den Stellen, wo sie in die Haut eindringen können, quasi als eine Hornschicht darstellen. Sie führen dazu, dass sich die Hornzellen der Haut vermehren und als kompakter Klumpen liegen bleiben, was grundsätzlich erst einmal nicht schlimm ist, aber eben auch hässlich und störend, teilweise auch schmerzhaft, wenn es z.B. am Nagelrand ist oder die sog. Dornwarzen. Wenn sie auftreten und einen richtigen Klumpen bilden und die Spitze dann auf den Knochen geht, dann führt das die meisten Leute dazu, dass eine Behandlung gemacht wird. Wir haben unterschiedliche Viren, die so etwas auslösen können. Man kann Warzen als Schwimmbadwarzen haben, Warzen als Dornwarzen oder als normale Warzen an den Fingern und sog. flache Warzen, die dann auf dem Handrücken oder im Gesicht zu finden sind. Sie merken schon, es gibt die verschiedensten Form und Lokalisationen wo sich unterschiedliche Warzen ausbilden können. Normalerweise ganz harmlos. Ganz wenige Warzen, vor allem die sog. Genitalwarzen, können eine Entartung machen. Die meisten Karzinome am Gebärmutterhals sind durch Warzenviren hervorgerufen. Im Genitalbereich sind Warzen daher überhaupt nicht als harmlos zu betrachten, während sie am übrigen Körper keine größeren Schäden machen, außer lästig werden.
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